7 Gründe warum du Meditation und Achtsamkeit praktizieren solltest

Wenn es ein Mittel gäbe, welches eine Vielzahl an positiven Einflüssen auf dein Leben hätte, würdest du dieses Mittel täglich einnehmen?
Wenn ja, dann habe ich eine gute Nachricht für dich, denn dieses „Mittel“ gibt es.

Zumindest in der Form einer praktischen Anwendung für die du nichts weiter brauchst als dich selbst und ein wenig Zeit.

Meditation und Achtsamkeit haben die Kraft dein Leben zu verändern !

Das Meditation und Achtsamkeit sich positiv auf Gesundheit und Leben auswirkt, ist zunehmend von wissenschaftlichem Interesse.
Dadurch wird es immer schwieriger diese Praktiken in eine „Eso“ Ecke zu stellen.
Selbst wenn du dem ganzen skeptisch gegenüber stehst, solltest du weiterlesen. Du wirst auch einen wissenschaftlichen Blick auf diese Themen erhalten.

Hier nun meine Top 7 Gründe, warum du sofort nach dem Lesen dieses Artikels anfangen solltest zu meditieren:

1. Es steigert dein allgemeines Wohlbefinden

Meditation hilft dabei das eigene Innenleben zu betrachten und akzeptieren zu können wie man wirklich ist, mit allen Facetten und vermeintlichen Schwächen. Dies führt meist unweigerlich zu wachsendem Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz. Zu gleich steigert Meditation die Energie und diese positiven Faktoren wirken sich auf die allgemeine Freude am Leben aus. Die Steigerung des Wohlbefindens wird auch dadurch verdeutlicht, das sich Achtsamkeit dafür eignet in Therapie- und Präventionsformen eingesetzt zu werden, wie z.B in der MBSR (Deutsch: Achtsamkeitsbasierte- Stressreduktion) und der MBCT (Deutsch: Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie).
Meditation und Achtsamkeit können also dabei helfen mit schwierigen Gedanken und Situationen umzugehen und weniger anfällig für Depressionen, chronische Schmerzen und Suchterkrankungen zu sein.
(vgl. https://goamra.org/, https://www.mbsr-verband.de/mbsr-mbct/forschung.html, Collard, 2016)

2. Chronische Ängste werden reduziert
Meditation wirkt sich, nachweislich durch Magnetresonanztomographie, auf die Struktur des Gehirns aus. Bei dem buddhistischen Mönch, Langzeitmeditierenden, Molekularbiologen und Autoren Matthieu Ricard wurde ermittelt, das der rechte Mandelkern  (Amygdala), welcher zu einem großen Teil an der Entstehung von Angst beteiligt ist, wesentlich kleiner ist als bei Messungen anderer Menschen. Dies ging nicht nur aus Messungen von ihm hervor, sondern auch bei Messungen anderer Probanden.
Angst als Emotion ist natürlich grundsätzlich wichtig um das Überleben zu sichern und daher ein guter und wichtiger Bestandteil unserer grundlegenden Mechanismen.
Allerdings ist in der heutigen Zeit häufig die Angst wesentlich größer als angemessen, da in vielen Fällen Angst verspürt wird ohne sich in einer wirklichen Gefahrensituation zu befinden.
Die Praktiken setzen also vielmehr an der Bewertung der vermeintlich gefährlichen Situation an.
(vgl. Interview Matthieu Ricard)

3.Du triffst bessere Entscheidungen
Durch die Verbindung mit deinem Körper und seinen Empfindungen entsteht eine größere Wahrnehmung für die körperlichen Anzeichen und Reaktionen auf Situationen. Die so genannte Intuition oder „Bauchgefühl“ wird somit immer zugänglicher und du lebst mehr in Einklang mit dem, was du aus tiefstem Inneren wirklich willst. (Ott, 2010)

4. Du wirst allgemein ruhiger und leidest weniger unter Stress
Weniger Stress und mehr Ruhe klingt erstmal angenehm. Allerdings müsste die präzise Beschreibung sein, das sich die Wahrnehmung von Stress und die somit einhergehende Auswirkung auf den Menschen ändert. Der in Punkt 2 genannte Mandelkern ist ebenfalls relevant für das Individuelle Stresserleben. In Längsschnittstudien wurden hier bereits nach der Durchführung eines 8-Wöchigen MBSR Kurses bedeutende Veränderungen (Abbau) in der grauen Substanz festgestellt.
Es ist also nicht so, das sich deine Umstände zwangsläufig ändern müssen, wenn du häufig Stress erlebst. Viel mehr kann aktiv an der Wahrnehmung und dem Stress erleben gearbeitet werden.(vgl. Ott, 2010)

In der Meditation kann alter, im Körper gespeicherter Stress zum Vorschein kommen und aufgelöst werden, sofern dieser beim Aufkommen nicht wieder unterdrückt wird.
Langfristig bedeutet dies, dass der unbewusste Stress sich nicht mehr ins Bewusstsein schiebt und im Alltag zwischendurch erscheint.
Dauerhafter Stress wird mit der Erwartung von angstbesetzten Situationen in Verbindung gebracht. Da in der Meditation die gedankliche Energie auf den gegenwärtigen Augenblick gerichtet wird, kann diese Erwartung und somit auch der Stresslevel senken (vgl. Schwäbisch, Siems, 1995).

5. Löse dich aus der Identifikation deiner Gedanken und Gefühle
Die Gedanken und Gefühle sind wundervolle Prozesse und Geschenke für die wir Menschen sehr dankbar sein können. Allerdings können sie auch sehr vereinnahmend wirken, wenn sie anfangen uns zu kontrollieren. Durch Meditation und Achtsamkeit entsteht ein Raum der Distanz zwischen inneren Prozessen, welcher uns gestattet sie wahrzunehmen ohne direkt nach ihnen Handeln zu müssen.
Dies bedeutet das wir in Situation, in den wir vorher vielleicht glaubten keine Wahl zu haben, diese nun bekommen. Durch ein Erkennen der Gedanken und Gefühle und die dafür nötige Distanz, können wir wählen ob wir Impulsen nachgeben und ob diese im jetzigen Moment angebracht sind
Man ist also kein Spielball seiner Emotionen und Gedanken mehr, somit auch keiner von äußeren Umständen.

6.Im Kontakt mit deinen Gefühlen
Die Wahrnehmung der eigenen Gefühle verbessert sich und somit erhältst du die Möglichkeit mit ihnen in Kontakt treten. Gleichzeitig erhöht sich die Emotionsregulation, was bedeutet das auch starke Emotionen nicht dein Verhalten und deine Gedanken steuern, indem du sie aus der „Distanz“ beobachtest und sie wahrnehmen kannst.
Emotionale Ausgeglichenheit und stärkere Impulskontrolle sind die Folge davon.
Aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet:
Von Emotionen wird ausgegangen, dass sie mit körperlichen Empfindungen einhergehen. Wut, Angst, Trauer, uvm. wären also für jeden im Körper spürbar und auch nach außen durch Mimik, Gestik, Schwitzen und Erröten sichtbar.
Eine Region im Gehirn, die sich Inselcortex nennt, ist vorrangig daran beteiligt das wir unseren Körper bewusst wahrnehmen und eine s.g. Meta-Repräsentation des gefühlten Leibes erleben können.
Studien haben nun versucht diese Region des Gehirns von Meditierenden und nicht Meditierenden zu vergleichen. Dabei wurde entdeckt, dass dieser Bereich bei Meditierenden größer war. Leider sind die Studien in diesem Bereich bisher nicht sonderlich Aussagekräftig, daran scheint die Forschung aber gerade zu arbeiten.
(vgl. Ott,2010, MBSR- Forschung, Interview mit Britta Hölzel)

7. Länger jung bleiben, bzw. langsamer altern
Meditation könnte in der Lage sein den Alterungsprozess zu verzögern.
Diese Idee wurde in einer Studie überprüft, welche sich die Wirkung von Meditation auf die länge der Telomere, welche einen Schutz am Ende der Chromosomen bilden, durch Anregung der Telomerase (Enzym welches für die Widerherstellung der Telomere sorgt) untersuchte. Die Verkürzung der Telomere wird mit dem voranschreiten des Alterungsprozesses in Verbindung gebracht. Die Probanden haben ein 3 monatiges Retreat mit täglich 6 stündiger meditativer Praxis und meditativen Übungen absolviert.

Ein Ergebnis dieser Studie beinhaltet, dass die meditierende Gruppe gegenüber der Kontrollgruppe (welche nicht meditierte) eine erheblichen höheren Wert an Telomerase  verzeichnete, welche sich wiederum positiv auf den Erhalt und Widerherstellung der länge der Telomere auswirkt und somit möglicherweise einen Einfluss auf den Alterungsprozess hat.
Von der Studie allein kann dies leider nicht als beweisen gelten, da sie einige Mängel aufweist, ihre Ergebnisse sind trotz dessen erstaunlich.
Mit Sicherheit wird es in Zukunft weitere Studien in diesem Bereich geben, welche Stichhaltiger sind als die genannte.
(Bei weiterem Interesse empfehle ich folgendes : Eintrag 1 Eintrag 2)

 

Dies sind nur einige Gründe um mit Meditation und Achtsamkeitspraktik zu beginnen.
Mir persönlich hat die Meditation ein völlig neues Lebensgefühl geschenkt und ich möchte diese tägliche Zeit der Stille und inneren Einkehr nicht mehr missen.

Beim näheren Ansehen der Forschung bzgl. Achtsamkeit und Meditation wird leider immer wieder klar das die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt.
Begonnen hat sie im Jahr 1980 unter anderem durch John-Kabat-Zinn.
Allerdings ist bei näherer Beschäftigung ebenfalls zu sehen, dass das Forschungsinteresse in den letzten 20 Jahren immens zugenommen hat.
Daher bin ich voller Zuversicht das diese Felder in den kommenden Jahren weitaus gründlicher erforscht werden.

Letztlich ist es egal ob du die Meditation für die Förderung der Konzentration, der inneren Ruhe, Emotionsregulation, oder für die eigene spirituelle Reise nutzen möchtest.

Wichtig ist nur, das du bei dir ankommst und zu akzeptieren lernst wem du dort begegnest.

 

Quellen:
Bücher:
-Schwäbisch, Siems, Meditation zur Selbstentfaltung, 1995
-Ott, Meditation für Skeptiker, 2010
-Dr. Collard, Das kleine Buch vom achtsamen Leben, 2016
Links:
-direkt in den Beitrag eingearbeitet

 

 

 

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